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Roderick Earle

Roderick Earle wurde in Winchester geboren und studierte in Cambridge, wo er Musik studierte und ein Choral Scholar im St. John's College Choir war. Er gewann ein Stipendium für das Royal College of Music in London, wurde dort Mitglied der Opernschule und studierte später bei Otakar Kraus. Er gewann den Greater London Arts Association Musician of the Year Award. 1980 gab er sein Debüt an der Royal Opera, Covent Garden als Antonio (Le Nozze di Figaro), nachdem er zwei Jahre lang an der English National Opera engagiert gewesen war. An der Royal Opera sang er über 60 Partien, darunter Schaunard (La Bohème), Abimelech (Samson et Dalila), Orestes (Elektra), Monterone (Rigoletto), Bonze (Madama Butterfly), Brander (Faust), Harasta (Das schlaue Füchslein), Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg), der Philosoph (Massenets Cherubin), King Fisher (Midsummer Marriage) und Alberich (Siegfried und Götterdämmerung).

Roderick Earle trat an allen größeren Opernhäusern Englands auf. Er unternahm mit der Royal Opera Tourneen nach Japan, Südkorea, Griechenland und Finnland und trat bei Festivals in Edinburgh, Buxton, Israel, Athen und Flandern auf. Er sang Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg), Rangoni (Boris Godunov) und Abimelech (Samson et Dalila) am Teatro Regio in Turin sowie Altair in der britischen Erstaufführung von Richard Strauss’ Die ägyptische Helena und Ford (Die lustigen Weiber von Windsor ) in Garsington. Weitere Auftritte waren u.a. A Midsummer Night's Dream und Turandot (Opera di Roma), Der  Fliegende Holländer  (Opéra de Massy), Amonasro (Aida), Alfio (Cavalleria Rusticana) und Tonio (I Pagliacci) (mit dem Veranstalter Raymond Gubbay in der Royal Albert Hall in London), Germont (La Traviata) und Scarpia (Tosca) (Holland Park Opera), Ford (Die lustigen Weiber von Windsor ) und der Graf (Le nozze di Figaro) (New Zealand Opera), Rigoletto (Opera Zuid), Monterone  (Rigoletto) (ENO) und zuletzt der Polizei-Inspektor in Schostakovitsch’ Lady Macbeth von Mzensk in Covent Garden, der Teufel in Tschaikovskys Cherevichki in Garsington, der Förster (Das schlaue Füchslein) mit der English Touring Opera und Papin in Babette's Feast (John Browne) mit der Royal Opera im Linbury Theatre.

Er sang Melchior (Amahl and the Night Visitors ) in der Regie des Komponisten am Saddler’s Wells Theatre und erschien in Videos von La Fanciulla del West, Manon Lescaut, Andrea Chenier, Der Rosenkavalier (unter Sir Georg Solti), Carmen (unter Zubin Mehta), Salome (unter Sir Edward Downes), Otello und Traviata (wieder Solti), sowie auf dem Soundtrack des Films Meeting Venus. Unter seinen CD-Aufnahmen sind Ferneyhoughs Transit, Rossinis Stabat Mater unter Richard Hickox (Gewinner des the Gramaphone award) und Les Troyens unter Sir ColinDavis (doppelter Grammy).

Roderick Earle hat zudem eine ausgedehnte Konzertkarriere. Er trat u.a. mit den folgenden Orchestern auf: Münchner Philharmoniker, L'Orchestre National du Capitole de Toulouse, Polnisches Radio Orchester, RAI Milano, Ensemble Modern, Royal Scottish National, Philharmonia, City of Birmingham Symphony, Bournemouth Symphony, Royal Philharmonic, London Symphony, London Philharmonic, London Sinfonietta und BBC Symphony Orchestras. Er arbeitete u.a. mit den folgenden Dirigenten: James Levine, Michel Plasson, Anthony Witt, Gary Bertini, Peter Eötvös, Neeme Jarvi, Charles Dutoit, Leonard Slatkin, Kent Nagano und Sir Colin Davis.

Zu seinen letzten Konzerten gehörten Les Troyens mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis, L’Enfance du Christ mit dem Leeds Festival Chorus, Talbot in Maria Stuarda, Porgy and Bess mit dem City of Birmingham Orchestra and Pandolphe in Cendrillon at the Queen Elizabeth Hall und Ondino in La Campana Sommersa von Respighi mit Friedemann Layer und der Opéra de Montpellier (auch auf CD erschienen).

In der Spielzeit 2004/05 sang er u.a. Germont (La Traviata) und Leon Klinghoffer in The Death of Klinghoffer in Wuppertal, Ford in Die lustigen Weiber von Windsor beim Buxton Festival und eine Wiederaufnahme von Lady Macbeth of Mtsensk an Covent Garden. Ford in Die lustigen Weiber von Windson und Hydroat in Armide beim Buxton Festival, Klinghoffer in Oldenburg und zuletzt Dancaire (Carmen) und Der Vater in Die Sieben Todsünden in Covent Garden, Mr Astley in The Gambler beim Grange Park Festival in London und Zuniga (Carmen) am El Palau de les Artes in Valencia unter Lorin Maazel.

Zuletzt sang er John Hubbard in der Britischen Erstaufführung von John Adams Doctor Atomic und Dancaire Carmen an der Norwegischen Nationaloper in Oslo. Zu seinen Plänen für 2010 gehören u.a. Necrozar in Le Grand Macabre beim Adelaide Festival und King Lear in der Uraufführung von Alexander Goehrs Promised End am Linbury Theatre, Royal Opera House, Covent Garden.

 

 

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