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Raimund Nolte

Der Bariton Raimund Nolte wuchs im Rheinland auf. Seine Gesangsausbildung erhielt er maßgeblich bei Prof. Josef Metternich, besuchte diverse Meisterkurse und wird derzeit von Prof. Irmgard Hartmann betreut. Seine musikalische Laufbahn begann, nachdem er in Köln ein Mathematik-Schulmusik- und Violastudium absolviert hatte, zunächst als Instrumentalist. Bald eroberte er jedoch als Konzertsänger die Podien in ganz Europa, Israel, Japan und den USA.

Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Vladimir Jurowski, Helmut Müller-Brühl, Howard Arman, David Stern, Andreas Spering, Enoch zu Guttenberg, Hans-Martin Schneidt. Wolfgang Gönnenwein, Frieder Bernius, Bruno Weil und Reinhard Goebel. Unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt sang er bei der Styriarte in Graz in Schuberts Lazarus, mit Trevor Pinnock war er im Bach-Jahr 2000 mit fulminantem Erfolg als Christus in der Matthäuspassion in vielen europäischen Musikmetropolen, so auch bei den Salzburger Festespielen, sowie auf ausgedehnten Tourneen in Spanien und Japan zu hören. Unter Leitung von René Jacobs sang er bei den Dresdner Musikfestspielen in der Wiederentdeckung von Johann Gottlieb Naumanns Oper Cora und Alonzo.

Sein erfolgreiches Bühnendebüt hatte Raimund Nolte 1994 bei den Festwochen in Innsbruck. Nach zweijährigem Engagement an der Deutschen Oper am Rhein wechselte der Bariton 1996 ins Ensemble der Komischen Oper Berlin, der er seit 1999 durch einen umfangreichen Gastvertrag verbunden ist. Hier gehören Schaunard in La Bohème, Minister in Fidelio, Fürst Jeletzki in Pique Dame, Harlekin in Ariadne auf Naxos und Ping in Turandot zu seinen Partien. Insbesondere in Händelopern (Ezio und Radamisto bei den Händelfestspielen und dem Opernhaus in Halle, Rodelinda am Staatstheater Karlsruhe, Xerxes am Königlichen Theater Kopenhagen, Titelpartie in Saul an der Komischen Oper Berlin, Rinaldo am Theater Bielefeld) und Mozartpartien (Papageno in Düsseldorf und der Komischen Oper Berlin in Harry Kupfers Neuinszenierung der Zauberflöte, Guglielmo (Così fan tutte) im Potsdamer Schlosstheater und dem Theater Bielefeld, Conte Almaviva (Le nozze di Figaro) an der Opéra de Rouen und ebenso in Potsdam) erwarb er sich einen exzellenten Ruf. In der Spielzeit 2002/03 war er am Theater Bielefeld u.a. als Sharpless in Madama Butterfly, Vater in Hänsel und Gretel und als Germont in La Traviata zu hören. In der Spielzeit 2003/04 sang er die Titelpartie in der Neuinszenierungvon Don Giovanni am Potsdamer Schloßtheater. Im Januar 2005 sang er am Teatro Massimo Bellini di Catania mehrere Rollen in Richard Strauss’ Guntram unter der musikalischen Leitung von Gustav Kuhn. 

Seit 2005 Ensemblemitglied am Opernhaus Halle, ist er dort u.a. als Sprecher in Die Zauberflöte, Donner in Rheingold, als Faninal im Rosenkavalier und als Enrico in Lucia di Lammermoor zu erleben. Zudem wurde er in den letzten Jahren im Rahmen der Händelfestspiele bei den Produktionen von Radamisto, Rodelinda, Admeto und Ariodante zu einer festen Größe. Hinzu kommen in der Spielzeit 2007/08 Kothner in den Meistersingern, Vater in Hänsel und Gretel, Gobrias in Händels Belshazar, sowie die Titelpartie in Eugen Onegin.

Zudem führen ihn Konzertreisen in dieser Saison nach Köln, Essen, Stuttgart, München, Paris, Budapest, sowie auf Tourneen durch Holland und Frankreich.

Raimund Noltes Konzertrepertoire ist weitgespannt und umfaßt nahezu alle bedeutenden Partien des Oratorienfachs und ein großes Liedrepertoire. Zahlreiche Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen runden seine Tätigkeit ab.
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