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Nicholas Hariades

 

Der britische Countertenor griechischer Herkunft Nicolas Hariades wurde in London geboren. Er erhielt seine Schulausbildung an der Wells Cathedral School in Somerset. Dort sang er auch als Chorknabe und später als Choralschüler.

Nachdem er an der Southampton University einen Bachelor in Medical Sciences erhielt, begann er bei Peter Harrison und David Wilson-Johnson Gesang zu studieren. Das setzte er bei Prof. Claudia Eder an der Universität Mainz fort. Derzeit wird er von Rita Loving betreut.

Sein Operndebüt gab Nicolas Hariades 1993 als Boy und Bird in Andrew Tooveys The Juniper Tree an der Broomhill Opera im englischen Tunbridge Wells. 1995/96 sang er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden Mago Christiano (Rinaldo) und Die Nacht und Mignon (Mauricio Kagels Aus Deutschland). Im Sommer 1996 sang er die Titelrolle in Glucks Orfeo bei den Hernsheimer Schlossfestspielen bei Worms. Im folgenden Jahr sang er Ruggiero (Alcina) am Stadttheater Hildesheim, Angelus Novus in Ingomar Grünauers Winterreise in Wiesbaden und Ernesto (Haydns Il mondo della luna) in einer Produktion des Opernhauses Zürich.

1998 sang er Gandarte (Poro) bei den Händelfestspielen Halle und Go Go (Le Grand Macabre) am Tiroler Landestheater Innsbruck. 1999 sang er die Hauptrolle des Walter in Shihs Vatermord im Konzerthaus Wien. 2000 wurde er von Innsbruck wieder eingeladen, dort Arsace in Händels Partenope zu singen. Im selben Jahr sang er den Tod in der deutschen Erstaufführung von Jan Müller-Wielands Das Märchen der 672. Nacht am Theater Nordhausen.

2001 war Nicolas Hariades wieder in Wien für Vatermord, diesmal mit der Musikwerkstatt Wien. Anschließend sang er im Hans Otto Theater Potsdam Leonidas in Wilhelmine von Bayreuths Agenore, eine Partie, der er 2001 in Glyndebourne und 2002 im Markgräflichen Theater Bayreuth wiederholte. Im selben Jahr sang Nicolas Hariades Ottone (L’incoronazione di Poppea) mit dem Ensemble Così Facciamo in München. 2003/04 gastierte er mit Go Go (Le Grand Macabre) an der Komischen Oper Berlin. 2005 sang er am Theater der Jugend in München Sänger 2/Orfeus in der Uraufführung von Volker Nickels Orfeus unter der Leitung von Christoph Poppen.

Im April 2006 sang Nicolas Hariades Arsamenes (Xerxes) in der Münchner Reaktorhalle.

In Wien verkörperte er 2006unter Ulf Schirmer Dionysos in Strom – Die Oper von Johanna Doderer, eine Rolle, welche die österreichische Komponistin speziell für ihn geschrieben hat. 2007 sang er Puck in Purcells The Fairy Queen am Vorarlberger Landestheater und erneut Go Go in Le Grand Macabre am Theater Bremen. 2008 gastierte er erfolgreich am Brandenburger Theater in der Uraufführung der Oper Kleist von Rainer Rubbert, und 2009 als Oberon in Brittens A Midsummer Night’s Dream an der Volksoper Wien (wo er die Rolle in der Saison 2006/07 bereits gecovert hatte) und in Feiningers Fugen (Musik von Bach, John Adams und Glenn Gould) am Stadtheater Gießen.

Nicolas Hariades ist auch als Konzertsänger aktiv. Er hat u.a. im Konzerthaus Wien, der Alten Oper Frankfurt, der Musikhalle Hamburg und bei den Festspielen für Alte Musik in Schwetzingen und Utrecht musiziert. Sein Repertoire beinhaltet u.a. viele Oratorien von Händel, die Passionen und Kantaten von J.S. Bach sowie die Oden von Purcell. Außerdem gibt er erfolgreiche Liederabende im Konzertsaal und im Rundfunk.

 

 

 

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