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Manuel von Senden

Der Charaktertenor Manuel von Senden wurde in Plauen als Sohn einer Sängerin und eines Opernregisseurs geboren. Nach dem Musikstudium in Leipzig war er einige Jahre als Rockmusiker mit seiner eigenen Band unterwegs. Neben ausgedehnten Tourneen produzierte er auch sieben Schallplatten. Nachdem er in Gunther Emmerlichs populärer Fernsehshow Showkolade zum Spaß eine Opernarie gesungen hatte, kamen Anfragen von den Staatsopern in Dresden und Berlin. Nachdem er seine Stimme bei Prof. Johannes Kemter weiter geschult hatte, sang er seine erste Bühnenpartie, den Tony (West Side Story) am Metropoltheater in Berlin.

1989 ging Manuel von Senden als Solist an die Semperoper Dresden. Dort sang er u.a. Jacquino (Fidelio), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), David (Die Meistersinger), Wenzel (Die Verkaufte Braut) und den Tanzmeister (Ariadne auf Naxos).

Seit 1994 ist Manuel von Senden Ensemblemitglied an der Oper Graz. Dort sang er bislang u.a. Mime (Siegfried und Rheingold), Melot (Tristan und Isolde), Steuermann (Der fliegende Holländer), Don Basilio (Le Nozze di Figaro), Beppo (I Pagliacci), Spoletta (Tosca), Knusperhexe (Hänsel und Gretel), Dr. Cajus (Falstaff), Broucek (Die Ausflüge des Herrn Broucek) und Valzacchi (Der Rosenkavalier).

Manuel von Senden gastierte als Monostatos (Die Zauberflöte) bei dem Festival Mozart in Schönbrunn in Wien. 2001 gastierte er als Mime (Rheingold und Siegfried) am Teatro Regio in Turin. 2002 gab er sein Debüt an der Mailander Scala als 1. Jude (Salome). 2007 wurde er von der Scala wieder eingeladen, diese Partie dort zu singen. 2004 gastierte er als Hauptmann (Wozzeck) an der Komischen Oper Berlin.

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