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Hélène Lindqvist

 

Hélène Lindqvist

Biografie

Die Sopranistin Hélène Lindqvist ist schwedisch-ägyptischer Abstammung und in Stockholm geboren. Ihre Gesangsausbildung absolvierte sie am Mozarteum in Salzburg und anschließend an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Sie erhielt 1994 ihr Examen als Dipl. Musikerzieherin im Fach Gesang und 1995 ihr Examen als Diplom-Opernsängerin bei Prof. Renate Stoll. Ihre Gesangslehrer sind Jessica Cash (London), Prof. Renate Stoll (Saarbrücken), Eva Marton und Bernd Weikl. Sie gewann den ersten Preis bei dem Internationalen Wettbewerb "Concerto delle donne" in Kassel, den zweiten Preis beim Walter-Gieseking-Wettbewerb in Saarbrücken und war Finalistin bei der Marjorie-Lawrence-Competition in Washington. Sie ist Trägerin des Stipendiums des Richard-Wagner-Vereins Saarbrücken/Bayreuth und erhielt das Graduiertenstipendium der Hochschule für Musik und Theater Saarbrücken.

Hélène Lindqvist hatte erste Engagements an der Frankfurter Kammeroper, beim NDR und bei dem Ensemble Alta Musica Frankfurt. Von 1996-1999 hatte sie ein Festengagement am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, wo sie u.a. das Ännchen in Webers Freischütz, Ilia (Idomeneo), Papagena (Die Zauberflöte), Frida in Manfred Trojahns Enrico, Marilyn in Tobias P.M. Schneids Oper Swin-swin (UA), Clorinda (La Cenerentola), Belinda/1.Hexe (Dido und Aeneas), Laura (Der Bettelstudent) und Kriemhild (Die lustigen Nibelungen) sang. Von 2001 bis 2002 war sie als Gast im Theater Regensburg als Gilda in Rigoletto, Franziska Cagliari in Wiener Blut, Morgana in Alcina und als Nuri in Tiefland zu sehen.

Im Januar 2003 sang Hélène Lindqvist Damigella/Fortuna in Monteverdis L'Incoronazione di Poppea an der Hamburgischen Staatsoper. In der Spielzeit 2003/04 sang sie u.a. eine Japan-Tournee mit Gräfin (Le Nozze di Figaro), gastierte als Gilda (Rigoletto) am Theater Augsburg und sang eine Konzerttournee in Ägypten.

Nach einer Babypause hat Hélène Lindquist einen Fachwechsel vollzogen. Zu ihrem Repertoire gehören nunmehr u.a. folgende Partien: Donna Anna (Don Giovanni), Fiordiligi (Così fan tutte), Pamina (Die Zauberflöte), Violetta (La Traviata), Desdemona (Otello), Rusalka, Katia Kabanova, Micaela (Carmen), Manon, Juliette (Roméo et Juliette), Blanche (Les Dialogues des Carmélites), Mélisande (Pelléas et Mélisande) sowie Ann Trulove (The Rake's Progress).

Von 2006 bis 2009 war Hélène Lindqvist Ensemblemitglied des Theaters Ulm. Hier sang sie u.a. die Konstanze in Die Entführung aus dem Serail, Gilda in Rigoletto und Fiorilla in Il turco in Italia, aber auch Tatjana in Eugen Onegin, die Titelrolle der Alcina, Gräfin (Le nozze di Figaro) sowie eine überregional viel beachtete szenische Umsetzung von Pierrot Lunaire.

In der Spielzeit 2008/09 war sie u.a. als Mary Magdalene in Jesus Christ Superstar, als Glucks Euridice (Orfeo ed Euridice) und wieder als Contessa in Le nozze di Figaro zu hören. Im Januar 2010 gastierte sie als Tatjana (Eugen Onegin) am Theater Regensburg.

Hélène Lindqvist verfügt über ein umfassendes Konzertrepertoire wie u.a. Bachs Matthäuspassion, Johannespassion, h-moll-Messe, Magnificat, die Kantaten No.36,39,151,202, das Gloria D-dur von Johann Christian Bach, Berlioz` Messe solenelle, Brahms Requiem, Bruchs Agnus Die, Sanctus, Gloria, Bruckners Requiem, Dvoraks Te Deum, das Fauré Requiem, Gaglianos Ballo di donne Turche, Gounods Cäcilienmesse, Gubaidulinas Hommage à T.S.Eliot, Händels Messias, Haydns Die Schöpfung, Cäcilienmesse, Nicolaimesse, Larrsons Förkladd Gud, Ligetis Aventures & Nouvelles Aventures, Mahlers 8. Symphonie, 4. Symphonie, Mozarts c-moll-Messe, Krönungsmesse, Schönbergs Pierrot Lunaire, Schuberts Es-Dur-Messe uvm. Seit 1997 singt sie Liedduo mit Philipp Vogler.

Hélène Lindqvist hat einige CD Aufnahmen gemacht u.a. CD-Lieder von Gunnar de Frumerie mit dem phoenix ensemble für das Label Valve Hearts (1997), eine Fernsehproduktion der Oper Swin-swin SR von Tobias P.M. Schneid (1997) sowie mit Philipp Vogler Alban Bergs Jungendlieder bei Col-legno & DLF 2003 und Vokalmusik für Stimme Solo von Dimitri Terzakis bei Col-legno & SR 2004.

1994 trat Hélène Lindqvist live bei einer ZDF-Veranstaltung im Rahmen der 1200-Jahresfeier der Stadt Frankfurt in Schuberts Musensohn auf. Im selben Jahr sang sie im Hessischen Rundfunk Lieder von Nadia & Lily Boulanger. Es folgten 1998 Lieder für Stimme und Holzbläser von Hanns Eisler für den SR und 1999 ...brücken...(UA) von B. Thewes für Sopran und Orchester, ebenfalls im SR. Im Jahr 2003 nahm Hélène Lindquist das Oratorium Weihnachtsgeschichte von Königslöw mit dem NDR auf.