Der Amerikanische dramatische Tenor Howard Haskin hat an vielen bedeutenden Opernhäusern der Welt gastiert. Seine Sprachkenntnisse des Französischen, Deutschen, Italienischen, Russischen, Niederländischen und natürlich Englischen haben immer wieder großes Lob für seine Diktion zur Folge gehabt. Sie halfen ihm auch, den dramatischen Gehalt der Charaktere zum Leben zu erwecken.
Unter den 45 Partien seines Repertoires sind Peter Grimes mit der Kent Opera und dem Royal Opera House Covent Garden, Otello an der Opéra de Nice, Bacchus (Ariadne auf Naxos), Don José (Carmen) an der Kent Opera, Cavaradossi (Tosca) in der Royal Albert Hall in London, Pinkerton (Madama Butterfly) an der Scottish Opera, Jason (Cherubinis Medée) beim Buxton Festival, Oedipus Rex, Paris (Tippetts King Priam) an der Kent Opera und Covent Garden, and Sportin’ Life (Porgy and Bess) u.a. an der Houston Grand Opera, dem Royal Opera House Covent Garden, Opernhaus Zürich, Bregenzer Festspiele, Concertgebouw Amsterdam und zuletzt am Teatro Real de Madrid. Zuletzt fügte er seinem Repertoire Samson hinzu, den er bei den Festivitäten zum 91. Jahrestag des Teatro de São Paulo sang. Howard Haskin arbeitet häufig mit führenden Dirigenten zusammen, u.a. mit Charles Dutoit, Esa-Pekka Salonen, Ivan Fischer, Kent Nagano, Mstislav Rostropovich, Sir Charles Mackerras, Hartmut Hänchen, Anne Manson, Andrew Litton und Ira Levin.
Seit seinem Debüt am Opernhaus Zürich hat Howard Haskin in vielen großen Opernhäusern gastiert, darunter Covent Garden, Paris– Palais Garnier und Théâtre du Châtelet, Lyon, Nizza, Marseille, Amsterdam, Madrid, São Paulo, Dublin, Scottish and English National Opera, bei den Festivals von Buxton, Wexford, Glyndebourne, Orange, und Bregenz, sowie an der Royal Albert Hall in London.
Zwei seiner Rollen sind auf Video erhältlich: Paris in King Priam an der Kent Opera unter Sir Roger Norrington und inszeniert von Nicholas Hytner, sowie der Vater in Kurt Weills Die sieben Todsünden an der Opéra de Lyon unter Kent Nagano in einer Inszenierung von Peter Sellars. Howard Haskin kreierte 1992 die Partie des Vova in der Uraufführung von Alfred Schnittkes Life with an Idiot an der Nederlands Opera Amsterdam unter der musikalischen Leitung von Mstslav Rostropovich. Diese Produktion ist als CD bei Sony Classical erhältlich.
Howard Haskin ist auch auf der Konzertbühne zu Hause. So gehören u.a. folgende Werke zu seinem Repertoire: Dream of Gerontius, Beethovens Neunte Symphonie, Christus am Ölberg, Child of Our Time, das Verdi Requiem und das Mozart Requiem. Das Lied von der Erde hat er
u.a. mit folgenden Orchestern aufgeführt: Budapest Festival Orchestra, Haifa Symphony Orchestra, Mahler Chamber Orchestra, Orchestre de l’Opéra de Lyon und dem Tonhalle Orchester Zürich. Eine Live-Aufnahme von Howard Haskins Konzertvorstellung von Dallapiccolas Il Prigioniero mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Esa Pekka Salonen, erschienen bei Sony Classical, erhielt eine Grammy Nominierung in der Kategorie “Best Opera Recording”, den Choc du Monde de la Musique Preis, und wurde auf die“Want List” des Magazins Fanfare gesetzt. Howard Haskin hat dieses Work auch mit den folgenden Orchestern aufgeführt: VARA (Niederlande) Radio Orchestra, Orchestre National de France, Orchestre symphonique de Montréal, und dem NHK Symphony Orchestra in Japan.
In der Spielzeit 2001/02 sprang Howard Haskin in allerletzter Minute ein, Bacchus bei der gesamten Laufzeit von Ariadne auf Naxos an der Opéra de Lyon unter Ivan Fischer in der Regie von Günther Krämer zu singen. Die Partie nahm er daraufhin in Marseille unter Michiyoshi Inoue wieder auf und sang sie dann auch noch in einer Produktion aus Lyon bei dem Théâtre du Châtelet’s Festival des Regions. In der Spielzeit 2003/04 sang er u.a. als Rollendebüt Pellerin in Luigi Dallapiccolas Volo di Notte sowie Il Carceriere/Il Grande Inquisitore in seinem Il Prigioniero beim Maggio Musicale in Florenz unter der Leitung von Bruno Bartoletti sowie sein amerikanisches Operndebüt als Shabby Peasant in Lady Macbeth von Mzensk an der San Francisco Opera unter der Leitung von Donald Runnicles.
Im Mai 2010 sang er Peter Grimes an der Finnischen Nationaloper Helsinki. 2011 singt er u.a. Das Lied von der Erde in Tel-Aviv und Otello an der Dorset Opera.
Howard Haskin machte zuerst in Europa 1981 auf sich aufmerksam, als er den Ersten Preis beim Gesangswettbewerb in Paris sowie beim s’Hertogenbosch Wettbewerb gewann. Letzterer Preis war seit 15 Jahren nicht mehr einem Tenor verliehen worden.
Howard Haskin wurde in Kansas City geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Wichita State University un der Indiana University, Bloomington. 1978 erhielt er ein Stipendium des Zürich Opern Studios. Dort sang er zunächst kleinere Partien, bevor er 1979/80 Mitglied des Ensembles wurde.
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