Die russische Sopranistin Evgenia Grekova wurde in Kurgan geboren und erhielt ihre Ausbildung in Moskau bei Prof. V. Alexandrova und danach in Karlsruhe bei Prof. M. Shirai und Hartmut Höll. Außerdem nahm sie an Meisterkursen u.a. bei Edith Mathis, Elisabeth Schwarzkopf und Marilyn Horne teil.
Evgenia Grekova gewann folgende internationale Gesangswettbewerbe: 2000 3. Preis beim Robert-Schumann Wettbewerb in Zwickau, Sonderpreis der Jury beim Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne, 2000 in Graz und Liedpreis und Publikumspreis bei Francesco Vinas in Barcelona 2004. Außerdem war sie Finalistin beim ARD- und Belvedere-Wettbewerb. Im April 2005 gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Festspielstadt Passau.
Bereits während ihres Studiums verpflichtete sie das Staatstheater Stuttgart für mehrere Partien in Maurice Ravels L’enfant et les sortilèges.
Von 2001 bis 2005 war Evgenia Grekova Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Zu ihrem Repertoire dort gehörten u.a. Pamina (Die Zauberflöte), Zerlina (Don Giovanni), Ilia (Idomeneo), Sophie (Werther und Der Rosenkavalier), Frasquita (Carmen), Olympia (Les Contes d’Hoffmann) und Jungfer Anna (Die lustigen Weiber von Windsor). Außerdem wirkte sie bei dem Rheingau-, Richard-Strauss- und Bayreuther Festspielen mit. Dort erntete sie als Waldvogel (Siegfried) und Junger Hirt (Tannhäuser) 2002 einhelligen Beifall von Publikum und Presse. Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete sie als “das vokale Wunder des Abends”.
Zahlreiche Gastverpflichtungen führten Evgenia Grekova an die Wiener Staatsoper (Waldvogel in Siegfried), Semperoper Dresden (Zerlina in Don Giovanni), Monaco (Marguerite in La Damnation de Faust konzertant), nach Erfurt (Sophie in Der Rosenkavalier), zum Nationaltheater Mannheim (Giannetta in L’elisir d’amore und Diana in Orpheus in der Unterwelt), Staatstheater Cottbus (Die Gänsemagd in Humperdincks Die Königskinder), Gstaad (Liederabend), Nantes und Angers (beides Olympia in Les Contes d’Hoffmann), China und Russland. Im Frühjahr 2006 gastierte sie als Pamina (Die Zauberflöte) an der Semperoper Dresden. In der Spielzeit 2005/06 sang Evgenia Grekova Pamina (Die Zauberflöte), Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) und Elena in Nino Rotas Der Florentinerhut am Opernhaus Halle. In der Spielzeit 2006/07 gab sie ihr Rollen- und Hausdebüt als Micaela (Carmen) an den Wuppertaler Bühnen. Im Mai 2007 gastierte sie als Despina (Così fan tutte) an der Staatsoper Stuttgart.
Seit der Spielzeit 2008/09 ist Evgenia Grekova Ensemblemitglied am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Dort sang sie u.a. Zerlina (Don Giovanni). Euridice (Orfeo ed Euridice), Adele (Die Fledermaus), Gretel (Hänsel und Gretel) and Primadonna (Viva la Mamma).
Evgenia Grekova hat u.a. mit folgenden Dirigenten zusammengearbeitet: Christian Thielemann, Antonio Pappano, Adam Fischer, Philippe Auguin, Hartmut Rilling und, bei einem Liederabend, mit Wolfgang Sawallisch.
Als Liedsängerin wird sie oft zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen. So schrieb das Garmisch-Partenkirchner Tageblatt über ihren Liederabend bei den Richard Strauss Tagen: “Evgenia Grekova sang: eine Stimme voller Disziplin, Leichtigkeit, Kraft, Fülle, Ausgewogenheit, Stimmsitz, dynamischer Spannweite, Registerausgleich belegten, dass da eine bedeutende Sängerin gekommen war, die ihren Weg ins Lied- und Opernfach machen wird.”
agentur klein