Carsten Süss wurde in Mainz geboren und studierte bei seinem Vater Gesang. Von 1997 bis 2001 war er Ensemblemitglied an der Semperoper Dresden. Seit 2001 gastiert der Tenor an vielen deutschen und internationalen Opernhäusern.
Am Teatro Cagliari sang er 2002 den Sali in Delius` Romeo und Julia auf dem Dorfe, und 2007 in Strassburg Froh in Das Rheingold. An der Staatsoper Stuttgart war er u.a. als Tamino (Die Zauberflöte) zu hören (Regie: Peter Konwitschny), am Staatstheater Nürnberg debütierte er 2005 als Edgardo (Lucia di Lammermoor) und 2006 als Nemorino (L’elisir d’amore), 2008 folgte das Debüt als Lenski (Eugen Onegin).
Er erhielt Einladungen zu Konzerten und Operngastspielen u.a. nach Tel Aviv, Jerusalem, Budapest, Madrid, Mailand, Wien, Vilnius, Hongkong, Seoul, Tokio und Reykjavik, und war Gast verschiedener Internationaler Festivals, wie dem Festival Gaude Mater in Polen, dem Menuhin Festival Gstaad, dem Rheingau MusikFestival, den Seefestspielen Mörbisch, dem Cantiere Montepulciano, sowie den Bregenzer Festspielen.
2006 gab Carsten Süss sein Debüt bei der Schubertiade Schwarzenberg, 2007 in Hohenems, und ist seit dem regelmäßig dort zu hören. 2008 folgte er einer Einladung zur Schubertiade Barcelona. 2009 interpretiert der Tenor auf Einladung des Gewandhauses Leipzig neu entdeckte Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
An der Oper Frankfurt ist der Tenor seit mehreren Jahren ein gern gesehener Gast und sang dort u.a. in Janaceks Die Ausflüge des Herrn Broucek, Die verkaufte Braut, Die Zauberflöte, den Kudrjas in Katja Kabanova, Walzertraum, den David in Die Meistersinger, Macbeth von Ernest Bloch, sowie Eine Florentinische Tragödie von Zemlinsky unter der Regie von Udo Samel. 2010 sang Carsten Süss dort in der deutschen Erstaufführung von Thomas Adès’ The Tempest, in der Regie von Keith Warner.
Seit 2003 hat Carsten Süss mehrere CDs eingespielt, darunter zwei nie gespielte Opern des jungen Felix Mendelssohn-Bartholdy (Heimkehr aus der Fremde und Der Onkel aus Boston), sowie Rinaldo von Johannes Brahms. 2008 nahm Carsten Süss für den Bayrischen Rundfunk das Oratorium JORAM von Paul Ben-Haim, anlässlich des 70. Gedenktages der Reichspogromnacht, als Live-Mitschnitt aus der Philharmonie am Gasteig, auf. Mit diesem Werk gastiert er auch 2012 in Tel-Aviv.
In der Spielzeit 2009/10 gab Carsten Süss sein Debüt an der Oper Köln, zunächst als David (Die Meistersinger von Nürnberg), gefolgt vom Rollendebüt als Loge in Rheingold. 2010 sang er in Köln zudem Edwin (Die Csardasfürstin).
Im Sommer 2010 sang Carsten Süss in der Titelpartie von Keith Warners Inszenierung von Brittens Albert Herring beim Festival Cantiere di Montepulciano. Für 2011 wurde er eingeladen, dort Bacchus (Ariadne auf Naxos) zu singen.
Im März 2011 gastierte Carsten Süss an der Oper Frankfurt als Leukippos in Daphne von Richard Strauss unter der musikalischen Leitung von Hans Drewanz. 2011 gab er auch an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden eine Meisterklasse Liedgesang zusammen mit Gerold Huber. 2012 sang er u.a. in der Kölner Oper einen Liederabend mit Schuberts Winterreise zusammen mit Martin Helmchen. Im April 2012 gab er sein Debüt in Wien als Edwin (Die Csardasfürstin) an der Volksoper Wien.
In der Spielzeit 2011/12 sang er in zwei Neuproduktionen am Badischen Staatstheater Karlsruhe: Sali in Delius` Romeo und Julia auf dem Dorfe sowie die Titelrolle in Offenbachs Ritter Blaubart. Er wurde sofort für die Wiederaufnahmen 2012/13 eingeladen. Im Juni 2012 gibt Carsten Süss in Potsdam sein Rollendebüt als Florestan (Fidelio). 2012/13 wird er auch den Herzog (Eine Nacht in Venedig) in St. Gallen singen.
agentur klein