Künstler » Mezzosoprane » Anna Agathonos
Nach Abschluss ihres Gesangsstudiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 1999, wo sie u.a. bei Gerhard Kahry und Kammersängerin Edith Mathis studierte wurde die junge Griechin zwei Jahre lang Mitglied des Opernstudios von Marseille (Cnipal). Die Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe sammelte erste Erfahrungen bei Musiktheaterproduktionen der freien Wiener Opernszene und der Kammeroper Schloß Rheinsberg, bevor sie im Sommer 2000 mit großem Erfolg die Titelrolle in La Cenerentola beim Festival von Aix-en-Provence übernahm. Diese Produktion führte die Mezzosopranistin auch nach Paris und Rouen.
Seit der Spielzeit 2001/02 bis Ende der Spielzeit 2009/10 war Anna Agathonos festes Ensemblemitglied des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen. Dort sang sie u.a. Juno (Cavalli: La Calisto), Ramiro (Die Gärtnerin aus Liebe), Dorabella (Così fan tutte), Cherubino (Le Nozze di Figaro), Melibea (Il Viaggio a Reims), Rosina (Il Barbiere di Siviglia), Madame Popova (Walton: Der Bär), Maddalena (Rigoletto), Fenena (Nabucco), Fragoletto (Offenbach: Die Banditen), Arturo (Donizetti: Rosmonda d´ Inghilterra), Julie (Kern: Showboat) sowie abermals die Titelrolle in La Cenerentola. Außerdem gastierte Anna Agathonos als Dryade (Ariadne auf Naxos) in Marseille, als Melibea beim Rossini Opera Festival in Pesaro und verkörperte die weibliche Hauptrolle in der Produktion der Ruhrtriennale Die Todesbrücke von Alexander Müllenbach.
In der Saison 2005/06 gab Anna Agathonos ihr Debüt im dramatischen Fach als Azucena in Il Trovatore und feierte einen großen persönlichen Erfolg als Nerestano in der deutschen Erstaufführung von Bellinis Zaira am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. In der Saison 2006/07 folgten weitere erfolgreiche Rollendebüts am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, so die Rolle der trojanischen Seherin Cassandre in Les Troyens von Berlioz, Prinz Orlofsky in Die Fledermaus von und die Titelpartie in Carmen, eine Rolle in der Anna Agathonos mit ihrer Wandlungsfähigkeit sowie ihrer stimmlichen und szenischen Präsenz Publikum und Kritiker begeisterte. In der Saison 2007/08 fügte Anna Agathonos eine weitere Berlioz-Rolle ihrem Repertoire zu (Marguerite in La Damnation de Faust, konzertant, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen), sang den Aurelio in der deutschen Erstaufführung von Donizettis L´assedio di Calais (konzertante Aufführungen am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen) und gastierte an der Opera Ireland in Dublin als Cherubino (Le nozze di Figaro) und an der Staatsoper Hannover als Carmen.
Die Saison 2008/2009 brachte der Künstlerin eine Erweiterung ihres Repertoires mit wichtigen Rollendebüts am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen als Amneris in Aida, als Dalila in Samson et Dalila (konzertant) und als Auntie in Peter Grimes, aber auch als Dido in Dido and Aeneas und Anna in Isidora Zebeljans Beitrag zur Eichbaumoper. 2009/2010 folgten das Rollendebüt als Komponist in Ariadne auf Naxos am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Wiederbegegnung mit den Partien der Azucena am Staatstheater Oldenburg und der Fenena (Nabucco) am Stadttheater Bremerhaven. Im November 2010 gastierte sie als Brigitta in einer Produktion der Toten Stadt in Nürnberg.
Im Konzertbereich sang Anna Agathonos u.a. den Alt-Part in J. S. Bachs Johannespassion und C. Ph. E. Bachs Magnificat, Vivaldis Gloria, Mozarts C-moll-Messe und Saint-Saëns Oratorio de Nöel. Außerdem gab die Künstlerin Liederabende in Athen, Wien, Gelsenkirchen und Südfrankreich. Anna Agathonos ist Trägerin des Gelsenkirchener Theaterpreises 2004 und des Gelsenkirchener Publikumspreises 2009.
Foto © Pedro Malinowski
agentur klein